24.04.2009 V8 Wankers + A Pony named Olga + The Detectors + Distressed



Da die Psychobillylegende The Monsters aus der Schweiz an diesem Freitagabend im April leider doch nicht spielen konnten, gab es ein verändertes Programm, bei dem sich die Rock 'n' Roll Attack und Face2Face Concerts die Veranstaltung teilten. Entsprechend gemischt waren mit den vier Bands die musikalische Zusammenstellung auf der Bühne und das Publikum. Trotzdem sollte es wieder ein gut ablaufendes Konzert werden. Im Gegensatz zu anderen Konzerten gleicher Art im Rosenkeller, war der Zuschauerzuspruch dieses Mal allerdings eher mittelmäßig. Der Platz vor der Bühne sollte sich zwar im Laufe des Abends gut füllen, doch man hatte durchaus viel Raum.

Den Anfang vor noch relativ wenigen Zuschauern machten Distressed aus Berlin. Die vier recht jungen Bandmitglieder boten eine Mischung aus Pop Punk der NoFX Richtung und Punk Rock der Marke The Distillers. Die Songs wirkten auf Dauer allerdings etwas gleichförmig. Dafür war der Sänger, mit standesgemäßem Iro, allerdings trotz Gitarre ziemlich agil und nutze den wenigen Platz auf der Bühne gut aus. Alles in allem eine Band, die Potential besitzen kann, wenn sie ein eigenständigeres Profil herausarbeiten.

Danach folgten The Detectors, die vom Verfasser dieser Zeilen leider verpasst wurden. Anschließende Gespräche mit Zuschauern überlieferten dann, dass die Band ähnlich klang wie Distressed und auch Fans von NoFX bis Millencolin angesprochen haben dürfte.

Im Anschluss gab es dann eine musikalische Umorientierung, denn mit A Pony named Olga gab es dann klassischen Rockabilly in Triobesetzung auf die Ohren. Die Band um Mitglieder der Kamikaze Queens bot auf der Bühne eine routinierte und gleichzeitig spielfreudige Leistung. Die Songs wirkten aufgeräumt und kamen beim anwesenden Publikum entsprechend gut an.

Die Band, auf die die meisten anwesenden Besucher allerdings gewartet hatten, folgte zum Abschluss mit den V8 Wankers. Erst vor einem halben Jahr rockte der Fünfer aus Offenbach im Vorprogramm von Girlschool die Rose nieder. Dieses Mal war es nicht anders. Von Beginn an herrschte mächtig Bewegung in den ersten Reihen und in Anbetracht der begrenzten Bewegungsfreiheit auch auf der Bühne. Dementsprechend mussten die schweren Lederjacken schon nach den ersten Songs abgelegt werden. Besonders Sänger Lutz Vegas war nicht nur wegen seiner Körperfülle wieder der Blickfang der Band. Songtechnisch gab es einen hochklassigen Querschnitt durch die fast zehnjährige Bandgeschichte, u.a. "Lights out", "Bad ass boys" oder "Rock én' Roll dictator". Die Band nutzte den guten Sound und wuchtete ihre Songs tight von der Bühne. Als Höhepunkt gab es zum Ende den "Bandhit" "Wankers without a cause". Dieser fasste dann auch alles zusammen. Die Band unterstrich mit diesem Konzert einmal mehr, dass sie im Bereich zwischen motörhead und Turbunegro ein gewichtiges Wörtchen mitreden kann.

NEON